Falls ihr mich im nächsten Frühjahr mal besuchen wollt, Wochentagsflüge sind gerade bei Ryanair sehr günstig.
z.B. Do hin, Mo zurück zusammen 20 Euro!
Grüße
Franzi
Mittwoch, 7. November 2007
Montag, 5. November 2007
Kurzbesuch
Huhu,
Wollte euch nur mitteilen dass ich naechstes WE auf Kurzbesuch in D bin, hab spontan einen Flug von Freitag bis Sonntag gebucht.
Gruesse
Franzi
Wollte euch nur mitteilen dass ich naechstes WE auf Kurzbesuch in D bin, hab spontan einen Flug von Freitag bis Sonntag gebucht.
Gruesse
Franzi
Freitag, 2. November 2007
Kurz und schmerzlos
Halli Hallo,
Ja ich lebe noch. Und ja ich mache auch Fotos und gedankliche Notizen für diesen Blog. Nein, ich schaffe es nicht diese in digitale Form und in diesen Blog zu bringen.
Ich verbringe über 12 Stunden täglich an der Uni um mein "coursework" zu schaffen. Leider ist dieser Blog daher in meiner Prioritätenliste ziemlich weit nach unten gerutscht.
Ich freue mich wenn ihr mich im ICQ ansprecht und vielleicht schaff ich es ja sogar ein wenig mit euch zu plaudern. Ich weiss das das ungleich schwerer und aufwändiger ist als einfach hier alles nachzulesen ABER das Leben ist kein Ponyhof ;)
Mir bleibt noch zu sagen dass es mir trotz der vielen Arbeit extrem gut geht und ich hier eine ganz tolle Klassengemeinschaft habe. Ich vermisse Deutschland sehr, vor allem die öffentlichen Verkehrsmittel, die Supermärkte und noch 1000 andere kleine Alltagsdinge.
Allerdings habe ich noch 5 Monate hier die ich möglichst intensiv für das Studium investieren möchte. Die Bedingungen dafür sind hier nämlich perfekt.
Mein Traum ist es natürlich möglichst viel von der vielen Arbeit hier in Karlsruhe anerkannt zu bekommen (die Arbeit und die Credits übersteigen 2 Vertiefungsfächer) aber ich mach mir da keine großen Hoffnungen.
Grüße
Franzi
Ja ich lebe noch. Und ja ich mache auch Fotos und gedankliche Notizen für diesen Blog. Nein, ich schaffe es nicht diese in digitale Form und in diesen Blog zu bringen.
Ich verbringe über 12 Stunden täglich an der Uni um mein "coursework" zu schaffen. Leider ist dieser Blog daher in meiner Prioritätenliste ziemlich weit nach unten gerutscht.
Ich freue mich wenn ihr mich im ICQ ansprecht und vielleicht schaff ich es ja sogar ein wenig mit euch zu plaudern. Ich weiss das das ungleich schwerer und aufwändiger ist als einfach hier alles nachzulesen ABER das Leben ist kein Ponyhof ;)
Mir bleibt noch zu sagen dass es mir trotz der vielen Arbeit extrem gut geht und ich hier eine ganz tolle Klassengemeinschaft habe. Ich vermisse Deutschland sehr, vor allem die öffentlichen Verkehrsmittel, die Supermärkte und noch 1000 andere kleine Alltagsdinge.
Allerdings habe ich noch 5 Monate hier die ich möglichst intensiv für das Studium investieren möchte. Die Bedingungen dafür sind hier nämlich perfekt.
Mein Traum ist es natürlich möglichst viel von der vielen Arbeit hier in Karlsruhe anerkannt zu bekommen (die Arbeit und die Credits übersteigen 2 Vertiefungsfächer) aber ich mach mir da keine großen Hoffnungen.
Grüße
Franzi
Mittwoch, 10. Oktober 2007
Vorlesungen
Huhu,
Ich weiß, der Bericht über die Fresher's week steht noch aus, aber da meine Motivation dazu gerade sehr gering ist hier erstmal der Bericht über meine Vorlesungen.
Mein Stundenplan scheint auf den ersten Blick sehr entspannt; die Vorlesungen beginnen meist um 10 oder 11, es sind großzügige Mittagspausen zwischendurch und der Freitag macht seinem Namen alle Ehre (keine Vorlesungen).
Allerdings ist die Vorlesung nur ein sehr kleiner Teil der Arbeit die man aufwenden muss: bis zu 50% der Note machen Hausaufgaben und "Schulaufgaben" aus. Gleich am Montag bekamen wir in nur zwei Vorlesungen gleich 3 Paper zu lesen :), und ständig hören wir so böse Dinge wie: presentation, research project, group assignment, deadline...
Aber nun zu den einzelnen Veranstaltungen.
Am Montag trafen wir uns zunächst mit Mads Haahr, ein gebürtiger Niederländer und der Kurskoordinator. Ein ziemlich cooler Typ, lange Haare, Ohrring, Tshirt... Er wird mit uns eine Seminarveranstaltung "Visions of Ubiquitous Computing" durchführen, die als einzige nicht geprüft wird. Dafür muss man eben auch selbst Vorträge halten etc.. Wir haben für nächsten Montag ein Paper über den tollen neuen Supercomputer zu lesen; in einer späteren Vorlesung werden wir uns "Minority Report" anschauen und auch darüber diskutieren. Angeblich ist das DER Film mit Ubiquitous Computing (es scheint keinen deutschen Begriff zu geben) und mehrere Dozenten sind total begeistert von den Screens auf Cornflakespackungen und Ähnlichem :)
Mads zeigte uns auch seine "intelligente Couch" die verschiedene Leute am Gewicht identifiziert sowie ein "Lichtschwert" dass aus den Bewegungen Sounds kreiert und mit dem man Tennistraining betreiben kann.
Er nahm auch alle unsere Namen auf (17 reguläre Masterstudenten, davon 3 weiblich, und ich :)) und erklärte dass die armen Masterstudenten ihren Master nur bekämen wenn sie ALLE Prüfungen beim ersten Versuch im März bestehen!
Zuletzt bekamen wir noch unser "Lab" zu sehen, in dem viel Spielzeug und ca. doppelt so viele PCs als Studenten in der Klasse sind stehen. Außerdem dürfen wir hier kostenlos drucken (Juhu!).
Mit den anderen 3 Masterkursen sind wir in einem Reihenhaus ein paar hundert Meter vom Campus entfernt untergebracht. Jede Klasse hat ihren eigenen kleinen Vorlesungsraum sowie ein Lab. Außerdem teilen wir uns noch eine kleine Küche mit Snack- und Kaffeeautomat, Kühlschrank, Mikrowelle und Wasserspender (überall sonst ist Essen und Trinken streng verboten). Für Vorlesungen die wir uns mit den anderen teilen weichen wir allerdings in größere Räume auf dem Campus aus, die teilweise zusätzlich zu den Beamern und Tafeln sogar Kamerasystemen statt Overheadprojektoren besitzen.
Eine rege Beteiligung ist bei allen Vorlesungen erwünscht und oft wird auch mal in die Runde gefragt. Ich nutze das natürlich extrem aus, da mir das aktive Beteiligen in der Schule sehr viel Spaß gemacht hat :)
Im Computerraum trifft man die meisten Mitstudenten zwischen den Vorlesungen und dann setzt man sich zusammen an die assignments, wobei man oft auf Probleme stößt. Ich hab deswegen schon mehrmals im Namen der Klasse Dozenten angeschrieben.
In meiner Klasse sind übrigens außer mir gerade mal 3 Europäer (2 Iren, 1 Grieche). Die meisten hatten vorher noch nicht viel mit Informatik am Hut, haben weder was von UML noch XML gehört und in anderen Fächern ihren Abschluss gemacht. Das wird ganz schön interessant werden! Jedenfalls mache ich mir nicht mehr soo viele Sorgen dass ich schlechter qualifiziert sein könnte als meine Mitstudenten.
Der Vorlesungsstil ist wie schon erwähnt, einfach Klasse! Irgendwie hab ich mich in KA oft gelangweilt, aber hier is das ganz anders. Die meisten sind auch geschulte Lecturer.
Aber zurück zum Montag. Nach der Mittagspause gings mit Knowledge Management weiter, für das wir bis Montag 2 Paper über Semantic Web lesen müssen. Ein Weiteres sollen wir aussuchen und darüber eine 10minuetige Präsentation halten. Heute hat er uns außerdem mit XML Topic Maps bekannt gemacht, da müssen wir auch eine eigene erstellen. Bis Januar machen wir außerdem noch ein Group Research Project.
Dienstag ging es weiter mit Data Communications, die einzige Vorlesung, die wirklich anstrengend zum Zuhören ist! Gehalten wird sie von Stefan Weber (DiplInf(FH)&PhD), der einen unglaublich schrecklichen Deutschen Akzent hat (inclusive Sprachfehler und exclusive Tie-ejtsch). Zum Glück (?) werden wir bei ihm die Vorlesungen teilweise selbst halten, wobei er jedem Studenten vorher Lesematerial gibt und die, welche die Vorlesung nicht halten, Fragen dazu beantworten müssen (ja, das geht alles in die Bewertung ein!). Wie die meisten Profs musste ich ihm extra mitteilen mir doch bitte auch alle Mails bezgl. der Vorlesung zukommen zu lassen, da ich ja nicht auf der normalen Mailingliste stehe. Seine Liste war aber sowieso nicht besonders aktuell. Als wir ihn darauf hinwiesen dass Mads eine superaktuelle und korrekte Liste hat wollte er dieses Angebot aber partout nicht annehmen. In der ersten Woche gehe eh alles drunter und drüber, es habe keinen Sinn da überhaupt viel zu machen (seine erste Vorlesung ging statt 2x 50min nur 30 Minuten und seine 50minuetige Vorlesung morgen lässt er ausfallen).
Nach der Mittagspause (in der ich mit einem Inder und einem Pakistani die Folien von Knowledge Management noch einmal durchackerte) begrüßte uns ein junger Ire zu "Embedded Systems". Er ist selbst ein Postgrad und macht gerade seinen Master by Research. Embedded Systems beschäftigt sich wohl u.a. mit verschiedenen Microcontrollern, C und Assembler. Deshalb sollten wir dann auch gleich danach ein HelloWorld Programm in C schreiben und kompilieren (via Unix). Keiner bekam das so richtig hin -> Hausaufgabe :) Seine Anweisungen waren allerdings nicht so besonders eindeutig, deswegen musste ich ihn natürlich noch einmal anschreiben. Wir sollen die Lösung nämlich im tollen Websystem hochladen, dort sind aber nicht alle Vorlesungen zu finden und die von ihm erwähnte Deadline ebenfalls nicht.
Die letzte Vorlesung an diesem Tag war "Distributed Systems". Hier gingen wir zunächst auf ein großes Problem bei verteilten Systemen ein: Wie synchronisiert man sie auf die gleiche Zeit?
Als Beispiel hatten wir ein Schiff dass im 17. Jhd. herausfinden will welche Zeit gerade in London ist (um anhand der lokalen Zeit die Position herauszufinden).
Nachdem wir den Algorithmus verstanden hatten gings zum praktischen Ausprobieren: wir wurden in Gruppen eingeteilt und sollten versuchen unsere Uhr mit der des Dozenten zu synchronisieren. Dabei fiel uns auf, was man alles beachten muss und wo die Ungenauigkeiten herkommen.
Anschließend klärte er uns auf dass nun jeder auf einem Blatt Papier ein objektorientiertes Modell und einen Pseudocode abgeben solle, der diesen Algorithmus implementiert. Keine leichte Aufgabe für diejenigen, die von Beidem noch nichts gehört hatten! Es wurde ihnen aber geholfen, sie mussten dafür aber noch länger bleiben.
Für das genannte Fach sollen wir ein Multiplayer-Asteroids programmieren, welches robust läuft. Dazu haben wir heute auch noch verschiedene Stategien und deren Probleme besprochen. Das Ganze ist bis Mitte November abzugeben (das wird sicher hart, da ich noch keine Ahnung habe wie ich es angehe). Wir haben relativ wenig Detailinformationen bekommen und ich mag mir gar nicht vorstellen wie die anderen (tlw. ohne Programmiererfahrung) sich damit quälen werden...
Heute gabs dann noch "Computer Vision", wo die gängigsten Probleme und Strategien der Bilderkennung besprochen werden sollen. Hierzu gibt es ein eigenes Tool das wir benutzen sollen um Hausaufgaben zu lösen. Der Prof ist ein wenig chaotisch, er hat schon 2mal den Hörsaal (heißen hier alle Theatre) verwechselt :) Er hat uns einige sehr interessante Beispiele von Bahn-, Gesichts- und Gestenerkennung gezeigt und ein paar Grundlagen angesprochen (vieles davon kam mir aus KogSys SEHR bekannt vor :)).
Morgen haben wir nochmal die Ehre und danach ein weiteres neues Fach: "User Interface Design". Ich bin sehr gespannt :)
Insgesamt habe ich 8 Vorlesungen (davon jeweils eine nur in dem Term bis Weihnachten bzw. in dem Term danach) und alle bis auf die Seminarvorlesung werden in einer schriftlichen Klausur im März abgeprüft.
Ich hoffe ich kann euch bald mehr berichten (ich hab ja noch soooooo viel zu tun :)), aber lasst euch sagen dass das alles super interessant ist und mir richtig gut tut!
So long,
Franzi
Ich weiß, der Bericht über die Fresher's week steht noch aus, aber da meine Motivation dazu gerade sehr gering ist hier erstmal der Bericht über meine Vorlesungen.
Mein Stundenplan scheint auf den ersten Blick sehr entspannt; die Vorlesungen beginnen meist um 10 oder 11, es sind großzügige Mittagspausen zwischendurch und der Freitag macht seinem Namen alle Ehre (keine Vorlesungen).
Allerdings ist die Vorlesung nur ein sehr kleiner Teil der Arbeit die man aufwenden muss: bis zu 50% der Note machen Hausaufgaben und "Schulaufgaben" aus. Gleich am Montag bekamen wir in nur zwei Vorlesungen gleich 3 Paper zu lesen :), und ständig hören wir so böse Dinge wie: presentation, research project, group assignment, deadline...
Aber nun zu den einzelnen Veranstaltungen.
Am Montag trafen wir uns zunächst mit Mads Haahr, ein gebürtiger Niederländer und der Kurskoordinator. Ein ziemlich cooler Typ, lange Haare, Ohrring, Tshirt... Er wird mit uns eine Seminarveranstaltung "Visions of Ubiquitous Computing" durchführen, die als einzige nicht geprüft wird. Dafür muss man eben auch selbst Vorträge halten etc.. Wir haben für nächsten Montag ein Paper über den tollen neuen Supercomputer zu lesen; in einer späteren Vorlesung werden wir uns "Minority Report" anschauen und auch darüber diskutieren. Angeblich ist das DER Film mit Ubiquitous Computing (es scheint keinen deutschen Begriff zu geben) und mehrere Dozenten sind total begeistert von den Screens auf Cornflakespackungen und Ähnlichem :)
Mads zeigte uns auch seine "intelligente Couch" die verschiedene Leute am Gewicht identifiziert sowie ein "Lichtschwert" dass aus den Bewegungen Sounds kreiert und mit dem man Tennistraining betreiben kann.
Er nahm auch alle unsere Namen auf (17 reguläre Masterstudenten, davon 3 weiblich, und ich :)) und erklärte dass die armen Masterstudenten ihren Master nur bekämen wenn sie ALLE Prüfungen beim ersten Versuch im März bestehen!
Zuletzt bekamen wir noch unser "Lab" zu sehen, in dem viel Spielzeug und ca. doppelt so viele PCs als Studenten in der Klasse sind stehen. Außerdem dürfen wir hier kostenlos drucken (Juhu!).
Mit den anderen 3 Masterkursen sind wir in einem Reihenhaus ein paar hundert Meter vom Campus entfernt untergebracht. Jede Klasse hat ihren eigenen kleinen Vorlesungsraum sowie ein Lab. Außerdem teilen wir uns noch eine kleine Küche mit Snack- und Kaffeeautomat, Kühlschrank, Mikrowelle und Wasserspender (überall sonst ist Essen und Trinken streng verboten). Für Vorlesungen die wir uns mit den anderen teilen weichen wir allerdings in größere Räume auf dem Campus aus, die teilweise zusätzlich zu den Beamern und Tafeln sogar Kamerasystemen statt Overheadprojektoren besitzen.
Eine rege Beteiligung ist bei allen Vorlesungen erwünscht und oft wird auch mal in die Runde gefragt. Ich nutze das natürlich extrem aus, da mir das aktive Beteiligen in der Schule sehr viel Spaß gemacht hat :)
Im Computerraum trifft man die meisten Mitstudenten zwischen den Vorlesungen und dann setzt man sich zusammen an die assignments, wobei man oft auf Probleme stößt. Ich hab deswegen schon mehrmals im Namen der Klasse Dozenten angeschrieben.
In meiner Klasse sind übrigens außer mir gerade mal 3 Europäer (2 Iren, 1 Grieche). Die meisten hatten vorher noch nicht viel mit Informatik am Hut, haben weder was von UML noch XML gehört und in anderen Fächern ihren Abschluss gemacht. Das wird ganz schön interessant werden! Jedenfalls mache ich mir nicht mehr soo viele Sorgen dass ich schlechter qualifiziert sein könnte als meine Mitstudenten.
Der Vorlesungsstil ist wie schon erwähnt, einfach Klasse! Irgendwie hab ich mich in KA oft gelangweilt, aber hier is das ganz anders. Die meisten sind auch geschulte Lecturer.
Aber zurück zum Montag. Nach der Mittagspause gings mit Knowledge Management weiter, für das wir bis Montag 2 Paper über Semantic Web lesen müssen. Ein Weiteres sollen wir aussuchen und darüber eine 10minuetige Präsentation halten. Heute hat er uns außerdem mit XML Topic Maps bekannt gemacht, da müssen wir auch eine eigene erstellen. Bis Januar machen wir außerdem noch ein Group Research Project.
Dienstag ging es weiter mit Data Communications, die einzige Vorlesung, die wirklich anstrengend zum Zuhören ist! Gehalten wird sie von Stefan Weber (DiplInf(FH)&PhD), der einen unglaublich schrecklichen Deutschen Akzent hat (inclusive Sprachfehler und exclusive Tie-ejtsch). Zum Glück (?) werden wir bei ihm die Vorlesungen teilweise selbst halten, wobei er jedem Studenten vorher Lesematerial gibt und die, welche die Vorlesung nicht halten, Fragen dazu beantworten müssen (ja, das geht alles in die Bewertung ein!). Wie die meisten Profs musste ich ihm extra mitteilen mir doch bitte auch alle Mails bezgl. der Vorlesung zukommen zu lassen, da ich ja nicht auf der normalen Mailingliste stehe. Seine Liste war aber sowieso nicht besonders aktuell. Als wir ihn darauf hinwiesen dass Mads eine superaktuelle und korrekte Liste hat wollte er dieses Angebot aber partout nicht annehmen. In der ersten Woche gehe eh alles drunter und drüber, es habe keinen Sinn da überhaupt viel zu machen (seine erste Vorlesung ging statt 2x 50min nur 30 Minuten und seine 50minuetige Vorlesung morgen lässt er ausfallen).
Nach der Mittagspause (in der ich mit einem Inder und einem Pakistani die Folien von Knowledge Management noch einmal durchackerte) begrüßte uns ein junger Ire zu "Embedded Systems". Er ist selbst ein Postgrad und macht gerade seinen Master by Research. Embedded Systems beschäftigt sich wohl u.a. mit verschiedenen Microcontrollern, C und Assembler. Deshalb sollten wir dann auch gleich danach ein HelloWorld Programm in C schreiben und kompilieren (via Unix). Keiner bekam das so richtig hin -> Hausaufgabe :) Seine Anweisungen waren allerdings nicht so besonders eindeutig, deswegen musste ich ihn natürlich noch einmal anschreiben. Wir sollen die Lösung nämlich im tollen Websystem hochladen, dort sind aber nicht alle Vorlesungen zu finden und die von ihm erwähnte Deadline ebenfalls nicht.
Die letzte Vorlesung an diesem Tag war "Distributed Systems". Hier gingen wir zunächst auf ein großes Problem bei verteilten Systemen ein: Wie synchronisiert man sie auf die gleiche Zeit?
Als Beispiel hatten wir ein Schiff dass im 17. Jhd. herausfinden will welche Zeit gerade in London ist (um anhand der lokalen Zeit die Position herauszufinden).
Nachdem wir den Algorithmus verstanden hatten gings zum praktischen Ausprobieren: wir wurden in Gruppen eingeteilt und sollten versuchen unsere Uhr mit der des Dozenten zu synchronisieren. Dabei fiel uns auf, was man alles beachten muss und wo die Ungenauigkeiten herkommen.
Anschließend klärte er uns auf dass nun jeder auf einem Blatt Papier ein objektorientiertes Modell und einen Pseudocode abgeben solle, der diesen Algorithmus implementiert. Keine leichte Aufgabe für diejenigen, die von Beidem noch nichts gehört hatten! Es wurde ihnen aber geholfen, sie mussten dafür aber noch länger bleiben.
Für das genannte Fach sollen wir ein Multiplayer-Asteroids programmieren, welches robust läuft. Dazu haben wir heute auch noch verschiedene Stategien und deren Probleme besprochen. Das Ganze ist bis Mitte November abzugeben (das wird sicher hart, da ich noch keine Ahnung habe wie ich es angehe). Wir haben relativ wenig Detailinformationen bekommen und ich mag mir gar nicht vorstellen wie die anderen (tlw. ohne Programmiererfahrung) sich damit quälen werden...
Heute gabs dann noch "Computer Vision", wo die gängigsten Probleme und Strategien der Bilderkennung besprochen werden sollen. Hierzu gibt es ein eigenes Tool das wir benutzen sollen um Hausaufgaben zu lösen. Der Prof ist ein wenig chaotisch, er hat schon 2mal den Hörsaal (heißen hier alle Theatre) verwechselt :) Er hat uns einige sehr interessante Beispiele von Bahn-, Gesichts- und Gestenerkennung gezeigt und ein paar Grundlagen angesprochen (vieles davon kam mir aus KogSys SEHR bekannt vor :)).
Morgen haben wir nochmal die Ehre und danach ein weiteres neues Fach: "User Interface Design". Ich bin sehr gespannt :)
Insgesamt habe ich 8 Vorlesungen (davon jeweils eine nur in dem Term bis Weihnachten bzw. in dem Term danach) und alle bis auf die Seminarvorlesung werden in einer schriftlichen Klausur im März abgeprüft.
Ich hoffe ich kann euch bald mehr berichten (ich hab ja noch soooooo viel zu tun :)), aber lasst euch sagen dass das alles super interessant ist und mir richtig gut tut!
So long,
Franzi
Sonntag, 7. Oktober 2007
Orientierungswochenende im Wohnheim
Am Samstag morgen begab ich mich zur Rezeption, da mir der Wachmann mitgeteilt hatte, dass ich mich dort melden müsse und weitere Informationen bekäme. Die einzige Information die ich bekam, war, dass ich um halb elf ein Treffen mit meinen Assistant Warden hätte.
Also lief ich noch einmal zurück in unsere Küche und lernte die ersten meiner Mitbewohnerinnen kennen. Die meisten sind 17 oder 18 Jahre alt, Iren und Studienanfänger. Da sie das erste Mal von zuhause weg sind ist für sie noch alles neu und aufregend. Da wir alle zusammen zu dem Treffen gingen, kamen wir zu spät (wir mussten auf zwei Französinnen warten).
Meine Assitant Warden ist eine sehr quirlige junge wissenschaftliche Mitarbeiterin und legt viel Wert darauf, dass wir uns wohl fühlen. Sie bestand fast penetrant darauf, dass sollten wir uns einmal nicht wohl fühlen, wir dagegen dringend etwas unternehmen sollten. Sie forderte uns dazu auf uns gemeinsam zu treffen und einen Küchenplan auszuarbeiten. Sie kündigte an uns zu besuchen. Die Dusche und die Toilette werden von einer Putzfrau gereinigt. Die Studenten in den moderneren Zimmern haben ein eigenes Bad, müssen dies jedoch selber sauber halten. Der nächste Punkt auf der Tagesordnung sollte eine Führung durch den Stadtteil und zum College sein.
Vorher wollten einige Mitbewohnerinnen zum einkaufen. Ich schloss mich ihnen an, da ich weder wusste wo der nächste Supermarkt ist, noch Essen hatte. Wie das mit Großgruppen so ist, verzögerte sich der Aufenthalt im Supermarkt dramatisch, so dass wir die Führung verpassten.
Das war jedoch nicht schlimm, da wir uns einfach der nächsten Führung für die anderen Häuser eine Stunde später anschlossen.
Die Führung bestand aus dem 50 Minuten langen Fußweg zum College. Während dem eine Stundentin die lange Reihe der Teilnehmer wieder und wieder entlang rannte, um jedem einzeln zu erklären, wo man sich gerade befand. Nach einer kurzen Runde über den Campus wurden wir uns dann selbst überlassen.

Der Rest des Wochenendes bestand aus fragwürdigen Parties (Ampelparty und Togaparty) mit massivem Vorglühen und Freigetränken im Wohnheim, "lustigen Aktionen" wie Hüpfburg und Zuckerwatte. Da ich keine Lust hatte, mir nur mit einem Betttuch um die Hüften den Arsch abzufrieren, oder mit einer Horde betrunkener Teenager den Weg nachhause zu suchen, blieb ich zuhause und gönnte meinen müden Füßen eine Ruhepause. Irgendwie fiel mir das lange Partymachen in meiner O-Phase auch leichter...
Noch zu erwähnen ist das Treffen der internationalen Studenten am Sonntag morgen, bei dem hauptsächlich über irische Gewohnheiten und Bürokratie geredet wurde.
Mein Zimmer
Mein Zimmer ist von der Größe her die Luxusversion eines Hadikozimmers, von der Qualität her ungefähr gleich. Möbeltechnisch ist alles da, was man braucht: Schrank, Tisch, Bett, Schubladen, Pinnwand, Bücherregal, Extraheizung, Ablage, Waschbecken mit warmem und kaltem Wasser, Spiegel, Sessel, Stuhl, Tischlampe, kaputte Schreibtischlampe. Es fehlt die Deckenlampe, dafür lässt sich die Tischlampe vom Bett und von der Tür aus ein- und ausschalten.
Ich musste innerhalb von 24 Stunden nach meinem Einzug eine Inventarliste abgeben und darauf alle Mängel notieren. Allerdings entdecke ich ständig neue, wie zum Beispiel Löcher in den Gardienen ...
Die Gemeinschaftsküche für 14 Personen befindet sich ein Stockwerk tiefer. Ich teile mir mit sechs anderen eine Dusche und eine Toilette. Man darf zwar keine nasse Wäsche im Zimmer und auf dem Gang aufhängen, dafür haben wir aber einen genialen Trockenschrank.
Im Wohnheim befinden sich unter anderem Gemeinschaftsräume, ein Computerraum und eine kleine Sporthalle.
Man hat zwar alles was man so braucht, trotzdem ist es mit 570 Euro im Monat ziemlich teuer (für Dubliner Verhältnisse jedoch normal).
Ich musste innerhalb von 24 Stunden nach meinem Einzug eine Inventarliste abgeben und darauf alle Mängel notieren. Allerdings entdecke ich ständig neue, wie zum Beispiel Löcher in den Gardienen ...Die Gemeinschaftsküche für 14 Personen befindet sich ein Stockwerk tiefer. Ich teile mir mit sechs anderen eine Dusche und eine Toilette. Man darf zwar keine nasse Wäsche im Zimmer und auf dem Gang aufhängen, dafür haben wir aber einen genialen Trockenschrank.

Im Wohnheim befinden sich unter anderem Gemeinschaftsräume, ein Computerraum und eine kleine Sporthalle.
Man hat zwar alles was man so braucht, trotzdem ist es mit 570 Euro im Monat ziemlich teuer (für Dubliner Verhältnisse jedoch normal).
Samstag, 6. Oktober 2007
Lebenszeichen
Bitte entschuldigt, dass ich mich erst jetzt melde. Hier gibt es viel Neues, viel Lauferei, deshalb bin ich abend meistens ziemlich geschafft. Fangen wir aber von vorne an:
Mit einer halben Stunde Verspätung startete ich von Baden Airpark. Trotzdem war ich pünktlich um halb zwölf in Dublin. Nachdem ich mein Gepäck geschnappt hatte, ging es durch einen langen Gang durch den Dubliner Flughafen, vorbei an viel viel Werbung für vodafone. Der Flughafen wird zur Zeit massiv umgebaut.
Draußen fragte ich den nächstbesten Busfahrer nach einem Aircoach zum Trinity College. Beim Einsteigen in den Aircoach kaufte ich ein Ticket: für 14 Euro. Die hinter mir sitzenden Fahrgäste machten mich dann sehr schnell darauf aufmerksam, dass ich doppelt bezahlt hatte. Zum Glück wartete der Busfahrer noch ein paar Minuten, so dass ich aussteigen und meine sieben zu viel bezahlten Euro noch wiederbekommen konnte. Um Mitternacht reite sich der Bus in den sich stauenden Verkehr des Flughafens ein. Im Hinterkopf, dass ich 15 Minuten Fußweg zur Straßenbahn brauchte und die letzte bereits um halb eins abfährt, sah ich mich bereits den Weg mit den Koffern zu Fuß zurücklegen. Im Bus wurde dann auch sehr freundlich von einer Bandansage darauf hingewiesen, dass wir jetzt etwa eine halbe Stunde unterwegs sein würden.
Am Trinity College angelangt lud der freundliche Busfahrer meinen Koffer aus und zeigte mir den Weg zur Bahn. Durch die berühmte Einkaufsstraße Grafton Street eilte ich der Haltestelle für die Bahn entgegen. Dies ging nur indem ich im wilden Slalom den herumschwankenden Betrunkenen auswich, die in großer Zahl das Wochenende einläuteten.
Sandyford in 8 min. Glück gehabt! Während ich auf die Bahn wartete war mir jedoch etwas mulmig. Die betrunkenen Jugendlichen und anderen Schnapsleichen flößten mir kein Vertrauen in diese Gegend ein. Mitten im Stadtzentrum. In der Bahn waren dann mit neongelben und -orangen Warnwesten ausgerüstete Kontrolleure, die jedoch nur einen einzigen Schwarzfahrer erwischten, und mir ein Gefühl von Sicherheit zurückgaben.
In Milltown ausgestiegen, kam ich nach weiteren 15 Minuten Fußweg am Haupttor des Wohnheims an. Vom Sicherheitsdienst reingelassen, bekam ich an der Rezeption meine Schlüssel. Außerdem begleitete mich der Wachmann noch bis zu meiner Zimmertür und erklärte mir, ich bräuchte keine Angst zu haben, da Big Brother is watching you (überall Kameras auf dem Weg installiert seien).
Um halb 2 (halb 3 in Deutschland) viel ich erschöpft ins Bett.
Fortsetzung Zimmerbeschreibung folgt morgen.
Mit einer halben Stunde Verspätung startete ich von Baden Airpark. Trotzdem war ich pünktlich um halb zwölf in Dublin. Nachdem ich mein Gepäck geschnappt hatte, ging es durch einen langen Gang durch den Dubliner Flughafen, vorbei an viel viel Werbung für vodafone. Der Flughafen wird zur Zeit massiv umgebaut.
Draußen fragte ich den nächstbesten Busfahrer nach einem Aircoach zum Trinity College. Beim Einsteigen in den Aircoach kaufte ich ein Ticket: für 14 Euro. Die hinter mir sitzenden Fahrgäste machten mich dann sehr schnell darauf aufmerksam, dass ich doppelt bezahlt hatte. Zum Glück wartete der Busfahrer noch ein paar Minuten, so dass ich aussteigen und meine sieben zu viel bezahlten Euro noch wiederbekommen konnte. Um Mitternacht reite sich der Bus in den sich stauenden Verkehr des Flughafens ein. Im Hinterkopf, dass ich 15 Minuten Fußweg zur Straßenbahn brauchte und die letzte bereits um halb eins abfährt, sah ich mich bereits den Weg mit den Koffern zu Fuß zurücklegen. Im Bus wurde dann auch sehr freundlich von einer Bandansage darauf hingewiesen, dass wir jetzt etwa eine halbe Stunde unterwegs sein würden.
Am Trinity College angelangt lud der freundliche Busfahrer meinen Koffer aus und zeigte mir den Weg zur Bahn. Durch die berühmte Einkaufsstraße Grafton Street eilte ich der Haltestelle für die Bahn entgegen. Dies ging nur indem ich im wilden Slalom den herumschwankenden Betrunkenen auswich, die in großer Zahl das Wochenende einläuteten.
Sandyford in 8 min. Glück gehabt! Während ich auf die Bahn wartete war mir jedoch etwas mulmig. Die betrunkenen Jugendlichen und anderen Schnapsleichen flößten mir kein Vertrauen in diese Gegend ein. Mitten im Stadtzentrum. In der Bahn waren dann mit neongelben und -orangen Warnwesten ausgerüstete Kontrolleure, die jedoch nur einen einzigen Schwarzfahrer erwischten, und mir ein Gefühl von Sicherheit zurückgaben.
In Milltown ausgestiegen, kam ich nach weiteren 15 Minuten Fußweg am Haupttor des Wohnheims an. Vom Sicherheitsdienst reingelassen, bekam ich an der Rezeption meine Schlüssel. Außerdem begleitete mich der Wachmann noch bis zu meiner Zimmertür und erklärte mir, ich bräuchte keine Angst zu haben, da Big Brother is watching you (überall Kameras auf dem Weg installiert seien).Um halb 2 (halb 3 in Deutschland) viel ich erschöpft ins Bett.
Fortsetzung Zimmerbeschreibung folgt morgen.
Donnerstag, 27. September 2007
Alles auf Anfang
Hallo,
Da ich sehr freundlich dazu aufgefordert wurde, doch einen Blog zu schreiben, werde ich das hiermit erfüllen :)
Leider fiel es bei mir bisher bei ähnlichen Projekten sehr schwer, diese regelmäßig durchzuhalten, aber ich werde es trotzdem versuchen.
Im Laufe der Zeit werde ich vielleicht auch ein bisschen was über meinen langen und mühseligen Weg erzählen, bis es wirklich geklappt hat.
Aber: Vor ca. einem Jahr habe ich mir ernsthaft darüber Gedanken gemacht, ob ich nicht mal ein Semester nach Irland möchte - und heute ist es wirklich wahr geworden! Für mich ist das fast ein kleines Wunder, ich hätte das nie gedacht!
Morgen geht es los, gegen 22 Uhr geht mein Flug von Baden-Baden nach Dublin. Hinflug nur 1 h, Rückflug dafür 3h ;)
Leider fährt der letzte reguläre Bus zum City Center kurz nach der Ankunft, den werde ich daher nicht mehr schaffen. Die Internetseiten erzählen von ganz vielen ein wenig teureren Busshuttles, geben aber keine Infos bis wann die fahren...
Also mal schauen, zur Not muss es eben ein Taxi sein...
Vom City Center fährt bis 0:30 anscheinend noch eine Bahn zum Wohnheim, hab mir das auf dem Stadtplan mal angeschaut, ich hoffe dass ich die erreiche.
Das Wohnheim hat einen 24h-Eincheck-Service, was mir natürlich sehr gelegen kommt :)
Samstag und Sonntag hat das Wohnheim "Orientierungswoche(nende)", hauptsächlich ziehen (18-jährige) Erstsemester ein, die dann auch nur ein Jahr bleiben dürfen.
Montag bis Freitag ist dann die "Fresher's Week", bei der man sich an der Uni registriert, alles gezeigt bekommt und alle societies (Hochschulgruppen) sich vorstellen.
Ich habe vorgeschriebene Zeiten für Bibliotheksführung, Erasmus-Willkommensdrink mit einem schrägen Deutschen Professor, Führung im für Studenten kostenlosen, superneuen High-Tech-Fitnesstudio und für die Registrierung. Letztere ist am Mittwoch, dass heißt leider auch dass ich erst dann ein College-Passwort bekomme und in meinem Wohnheim ins Internet kann. Also erwartet kein Lebenszeichen bis dahin ;)
Die Fresher's und die älteren Semester nutzen die Woche hauptsächlich dazu kostenlose Getränke und Essen bei den societies abzustauben. Der Mitgliedsbeitrag ist meist nur ein paar Euro für das ganze Jahr, die man schon schnell wieder raus hat. Ich glaube die finanzieren sich hauptsächlich durch Sponsoren, anders kann ich mir das nicht erklären...
Ich werde natürlich noch mehr von den Saufgelagen berichten!
Im Moment packe ich noch die letzten Sachen und bald gehts zur Waage - die Stunde der Wahrheit! Nur 15 Kilo sind erlaubt, 10 Kilo packe ich noch in eine maximal große (laut Ryanair-Beschränkung für Handgepäck) Tennistasche ;)
Zum Glück kommt Jan am Donnerstag schon geflogen und bringt einen weiteren Koffer mit.
Das Wohnheim ist weder mit Bettdecken etc. noch mit Geschirr, Fernseher, Wasserkocher, Besteck... ausgestattet.
Das wird noch ein richtiges Abenteuer all diese Sachen herbeizuschaffen.
Ich bin gespannt/ängstlich/geschafft... irgendwie alles zusammen.
Auf bald!
Franzi
Da ich sehr freundlich dazu aufgefordert wurde, doch einen Blog zu schreiben, werde ich das hiermit erfüllen :)
Leider fiel es bei mir bisher bei ähnlichen Projekten sehr schwer, diese regelmäßig durchzuhalten, aber ich werde es trotzdem versuchen.
Im Laufe der Zeit werde ich vielleicht auch ein bisschen was über meinen langen und mühseligen Weg erzählen, bis es wirklich geklappt hat.
Aber: Vor ca. einem Jahr habe ich mir ernsthaft darüber Gedanken gemacht, ob ich nicht mal ein Semester nach Irland möchte - und heute ist es wirklich wahr geworden! Für mich ist das fast ein kleines Wunder, ich hätte das nie gedacht!
Morgen geht es los, gegen 22 Uhr geht mein Flug von Baden-Baden nach Dublin. Hinflug nur 1 h, Rückflug dafür 3h ;)
Leider fährt der letzte reguläre Bus zum City Center kurz nach der Ankunft, den werde ich daher nicht mehr schaffen. Die Internetseiten erzählen von ganz vielen ein wenig teureren Busshuttles, geben aber keine Infos bis wann die fahren...
Also mal schauen, zur Not muss es eben ein Taxi sein...
Vom City Center fährt bis 0:30 anscheinend noch eine Bahn zum Wohnheim, hab mir das auf dem Stadtplan mal angeschaut, ich hoffe dass ich die erreiche.
Das Wohnheim hat einen 24h-Eincheck-Service, was mir natürlich sehr gelegen kommt :)
Samstag und Sonntag hat das Wohnheim "Orientierungswoche(nende)", hauptsächlich ziehen (18-jährige) Erstsemester ein, die dann auch nur ein Jahr bleiben dürfen.
Montag bis Freitag ist dann die "Fresher's Week", bei der man sich an der Uni registriert, alles gezeigt bekommt und alle societies (Hochschulgruppen) sich vorstellen.
Ich habe vorgeschriebene Zeiten für Bibliotheksführung, Erasmus-Willkommensdrink mit einem schrägen Deutschen Professor, Führung im für Studenten kostenlosen, superneuen High-Tech-Fitnesstudio und für die Registrierung. Letztere ist am Mittwoch, dass heißt leider auch dass ich erst dann ein College-Passwort bekomme und in meinem Wohnheim ins Internet kann. Also erwartet kein Lebenszeichen bis dahin ;)
Die Fresher's und die älteren Semester nutzen die Woche hauptsächlich dazu kostenlose Getränke und Essen bei den societies abzustauben. Der Mitgliedsbeitrag ist meist nur ein paar Euro für das ganze Jahr, die man schon schnell wieder raus hat. Ich glaube die finanzieren sich hauptsächlich durch Sponsoren, anders kann ich mir das nicht erklären...
Ich werde natürlich noch mehr von den Saufgelagen berichten!
Im Moment packe ich noch die letzten Sachen und bald gehts zur Waage - die Stunde der Wahrheit! Nur 15 Kilo sind erlaubt, 10 Kilo packe ich noch in eine maximal große (laut Ryanair-Beschränkung für Handgepäck) Tennistasche ;)
Zum Glück kommt Jan am Donnerstag schon geflogen und bringt einen weiteren Koffer mit.
Das Wohnheim ist weder mit Bettdecken etc. noch mit Geschirr, Fernseher, Wasserkocher, Besteck... ausgestattet.
Das wird noch ein richtiges Abenteuer all diese Sachen herbeizuschaffen.
Ich bin gespannt/ängstlich/geschafft... irgendwie alles zusammen.
Auf bald!
Franzi
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